Es ist eines der ältesten und wichtigsten Wissenschaften der Welt, aber in der Schule ist wohl nichts langweiliger oder unbeliebter: Mathematik. Aber ohne dies läuft andererseits auch wieder nichts. Yukihito Morikawa hat sich dies zu Herzen genommen und mit Nintendo zusammen ein komplett neues und einzigartiges Spiel zu erfinden.

Hiiiiilfeeeeee!!!!!

Es ist langweilig, deswegen beginnt das Spiel auch in einer Bibliothek, wo sich der Spieler ein Buch aus den Regalen zieht, welches nur aus Bildern besteht, wo überall Zahlen sind. Das Buch ist so interessant, das es schon einschlafend wirkt. Nach kurzem schwarzen Bild wacht er auf und sieht vor sich zwei kleine Feen mit viereckigen Kopf. Nach einem kurzen Gespräch und einer Übung im Rechnen, findet man sich vor einem kleinen gekrönten Kerl wieder.

Der König des Landes der Zehnersummen sucht jemanden, der ihm Hilft die Feen des Landes zu finden. Dafür sucht er jemand, der schnell, gescheit und fix im Rechnen ist. Mit Hilfe einer Fee, welche immer neue doofe Spitznamen für den Spieler erfindet, wird das gesamte Land erkundet, auf der Suche nach Gegner und den neun großen Feen.

Wer bildet am schnellsten eine Zehnersumme?

10-gewinnt-testDas Spiel basiert eigentlich nur auf einer Tätigkeit Zehnersummen zu bilden. Viele werden sich da erstmal Fragen, was das überhaupt ist. Eine berechtigte, aber auch leicht zu beantwortende Frage. Es werden eine Anzahl verschiedener Zahlen gezeigt, welche durch verschiedene Möglichkeiten auf eine Runde Zahl (10,20,30,….) gebracht werden müssen. Dies geschieht in etlichen unterschiedlichen Spielen, einmal müssen Zahlen auf Köpfen addiert werden, wo anders müssen Steine auf überflüssige Zahlen gelegt werden.

In jeder Disziplin gibt es Lokalmatadore und Champions, welche es gilt zu besiegen, indem sie in ihren Spezialgebieten geschlagen werden. Unterwegs werden andere Feen Tipps geben, welche manchmal doch etwas eigenartig sind, und auch die über 30 Mini-Spiele üben. Besiegte Gegner begeben sich danach zum Trainingsgebirge, wo sie das Rechengenie bis zum Gipfel führen wollen. Jedes Spiel besitzt seinen eigenen Berg, welchen man bis zur Spitze erklimmen kann, mit der Bedingung, dass der Lokalmatador und der Champion des Spiels bereits ihre Anerkennung bekannt gegeben haben.

Kindliche Darstellung

Optisch ist das Spiel sehr kindlich dargestellt, teilweise könnte es sogar an den Klassiker Yoshi´s Island erinnern. Es sieht aus, wie in einem Bilderbuch, was es im Endeffekt ja auch ist. Aber das Buch wurde dann wohl von einem Kind oder von jemanden gezeichnet, der sehr schnell skizziert, denn manchmal scheint die Grafik recht hin gekleckert aus, was nicht unbedingt schlecht aussehen muss. Die normalen Feen wurde sehr einfach dargestellt, ein Strichmännchen mit einem quadratischen Kopf. Die etwas wichtigeren Feen haben etwas ausgefallenere Figuren. Eine sieht aus wie ein Stein, eine andere wiederum wie ein Blatt. Aber immer noch sehr einfach dargestellt. Die Musik ist ebenfalls sehr einfach gehalten. Ein leichtes Hintergrundgedudel, was auf Dauer etwas nervig wird und besonders die hohen Töne werden von dem DS nicht unbedingt immer gut wiedergegeben, aber es mach auch Spaß ohne Musik zu spielen. Aber manchmal muss der Ton doch angeschaltet werden, da man in einigen Minispielen etwas genauer hinhören muss, zum Beispiel beim Nüsse schütteln.

The END

Obwohl es ein Spiel ist, welches sich ausschließlich mit Mathe beschäftigt, kann es eine gelungene Abwechslung zu den üblichen Spielen sein. Es ist schon interessant zu sehen, wie schwer es teilweise ist einfache Zehnersummen zu bilden. Manchmal ist es aber auch störend sich die Monologe der einzelne Feen durchzulesen, um Information von ihnen zu kriegen, aber wenn das erstmal geschafft ist, kann eine lange Zeit wieder ohne Probleme weitergespielt werden. Ein großes Defizit ist der Ton, weil er durch ein paar einfach Anschläge zwar sehr kindisch anhört, aber nach einer Zeit auch nerven kann. Die Grafik ist etwas, was von Person zu Person anders empfunden wird. Einige finden es schön, wenn etwas skizzenhaft dargestellt wird, während andere es da doch lieber etwas voller lieben, sodass es ausgemalte Flächen gibt, sowie geometrische Gegebenheiten, welche alles ordentlich wirken lassen.

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Im Zuge des Lernbooms mit dem Nintendo DS ist es eine Abwechslung zu den üblichen Lernspielen, da es hier wichtig ist auch etwas in der Geschichte des Spieles zu stöbern, anstatt nur Aufgaben zu lösen. Zwar soll dieses Spiel eher die jüngeren Nutzern ansprechen, aber manchmal können auch Leute mit fortgeschrittenem Alter an einigen Aufgaben sich die Zähne ausbeißen. Für knapp 30€ ist es auch nicht unglaublich teuer, aber man sollte sich dem Niveau des Spieles im Klaren sein.